Resonanz unsererer Tournee auch in Südtirol

Auch in Südtirol hat unsere Tournee durch Kroatien und Serbien offensichtlich positive Resonanz gefunden!

Wie ich gerade erfreut festgestellt habe, erschien am 22.2. ein Artikel im Südtiroler Online-Medium „stol.it“.

Hier der Auszug: (mit freundlicher Genehmigung der stol.it-Redaktion)

22. Februar 2012

Betty Quast mit Sänger Thomas Moritz © 2012 Betty Quast mit Sänger Thomas Moritz

Musik

„Laurins Garten“ in Kroatien und Serbien

Lieder über Südtirol konnte man Ende Januar, Anfang Februar in Kroatien und Serbien hören. Die Münchner Liedermacherin Betty Quast präsentierte ihr Konzert-Programm „Laurins Garten“ von ihrer gleichnamigen aktuellen CD gemeinsam mit einigen neuen Liedern.

Darin hat sie Sagenstoffe aber auch historische und politische Themen aus Südtirol verarbeitet. Zusammen mit Sänger Thomas Moritz, der sie bei vielen Stücken gesanglich begleitete, gastierte sie in Đakovo, Osijek, Vukovar und dem serbischen Sombor.

Veranstaltet wurde die Tournee von Vereinen der dortigen alt-österreichischen deutschsprachigen Minderheit der Donauschwaben. Beim Publikum stieß die Tournee auf durchweg positive Resonanz. Das Kroatische Fernsehen HRT 1 (Hrvatska Radiotelevizija) brachte einen Bericht über den Auftritt in Osijek in ihrer Sendung „Prizma“.

 

Hier ist der Link:

http://www.stol.it/Artikel/Kultur-im-Ueberblick/Musik/Laurins-Garten-in-Kroatien-und-Serbien

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Auf Tour in Kroatien und Serbien (1)

Die Stationen unserer Tournee: Đakovo – Osijek – Vukovar – Sombor – Subotica

  1. Đakovo – Osijek – Vukovar (v.a. Vukovar)

Eine Tournee besteht ja nicht nur aus Auftritten. Zwischen den Konzertterminen war auch noch genug Zeit, um sich die Gegend genauer anzusehen. Es waren viele Eindrücke, die ich hier versuche abschnittsweise wiederzugeben. Diesmal soll es v.a. um Vukovar gehen.

Charakteristisch für Ostkroatien und die Vojvodina ist die weite Ebene. Es ist also alles brettleben, soweit das Auge reicht… Das mal so als Einstieg. Und: Kroatisch versteht man leichter als Ungarisch… „Dobar dan“ klingt doch irgendwie logischer als „Jó napot kívánok“… Ich war überrascht und begeistert von den vielen noch erhaltenen schönen alten Stadtensembles, besonders in Osijek, Sombor und Subotica – Dinge die man bei uns leider nur noch recht selten findet!

Auch die Kirchen in der Gegend sind beeindruckend, allen voran die Klosterkirche der Nonnen des heiligen Kreuzes in Đakovo, in der wir auftraten, mit einer feierlichen, stimmungsvollen Atmosphäre. Von Đakovo selbst sahen wir leider nicht sehr viel, da die Konzert-Vorbereitungen viel Zeit in Anspruch nahmen. Allerdings scheint hier die Geistlichkeit eine sehr große Rolle zu spielen, mit dem dortigen Sitz des Bistums Đakovo-Osijek, kirchliche Gebäude prägen das Stadtbild.

Nachdenklich stimmen die Spuren des Krieges der 90er Jahre in Ostkroatien. In der Altstadt von Osijek beispielsweise sieht man immer noch Schäden von Granatsplittern an Gebäuden. Manche Gegenden außerhalb der Stadt sind noch vermint. Wie viele Minen, was für welche und wo genau sie begraben sind, weiß man nicht.

Einen Tag verbrachten wir auch in Vukovar, wo der Krieg noch präsenter ist. Auch an der Straße dorthin gibt es noch vermintes Gelände, unlängst sei wohl sogar Angela Jolie dagewesen, als UN-Botschafterin, um sich für die Deminierung einzusetzen. Hm… es gibt dann noch eine Geschichte von einem Bekannten, der tatsächlich dort mal einen Autounfall hatte – der Wagen kam von der Straße ab und flog in das verminte Gelände. Der gute Mann durfte auf keinen Fall zu Fuß zurück zur Straße gehen, sondern mußte per Handy die Polizei rufen, jeder Schritt wäre lebensgefährlich gewesen. Er wurde schließlich von einem Rettungshubschrauber von dem Feld aus in Sicherheit gebracht.

Die Stadt Vukovar hat im Krieg stark gelitten, wurde vollständig belagert und beschossen, 80 % der Bausubstanz wurden zerstört. Man findet dort heute noch viele Ruinen, daneben Neubauten, die architektonisch nicht immer so geglückt sind. Vereinzelt wurden historische Gebäude rekonstruiert, z.B. das Schloss der Grafen von Eltz, vieles anderes allerdings nicht, wie z.B. diese Kirche (auch ehemals gestiftet von den Grafen von Eltz), die total verwittert, mit einem Friedhof dahinter, der dem Verfall preisgegeben ist. Auch so etwas hatte ich bis dahin noch nie gesehen.

Zusammen mit Dara Mayer, der Vorsitzenden des donauschwäbischen Vereins „Deutsche Gemeinschaft Vukovar“, die auch das Konzert dort organisiert hatte, fuhren Thomas und ich durch Vukovar. Wir besuchten auch den Friedhof der Opfer von Belagerung und Fall Vukovars, in der Mitte die Ewige Flamme und das „Luftkreuz“, so nennen die Leute diese Skulptur.

Über der Stadt sieht man den alten Wasserturm von Vukovar, traurig berühmt geworden durch den Krieg.

Beeindruckend war die Geschichte einer Familie über die Flucht aus der eingeschlossenen Stadt nach Deutschland, und wie sie dort aufgenommen wurde. Man denkt sich oft, sowas gab’s nur früher, vielleicht im 2. Weltkrieg – aber das ist alles in den 90er Jahren passiert! Insgesamt fand ich: Die Stadt hat immer noch eine sehr bedrückende, deprimierende Atmosphäre, obwohl die Menschen dort viel tun, um dem entgegenzuwirken. Mit dem Status der „Opferstadt“ wollen sich die Anwohner der einst wohlhabenden Industriestadt nicht identifizieren. Sie wollen mithelfen, die Stadt wieder aufzubauen und etwas Positives zu schaffen.

Übrigens findet man in Vukovar auch vielen herrenlose Hunde, die überall auf den Straßen herumstreunen. Sie sind z.T. total süß, lassen sich füttern und streicheln und wollen mit einem mitkommen – aber man kann ja nicht alle Viecher mitnehmen! Der arme Hund, denke ich bis heute.

Auf dem Hinweg läuft eine Katze über die Landstraße, bei der Rückfahrt am Abend ist diese Katze (oder eine andere) dann überfahren, liegt ausgestreckt am Straßenrand, und nur ein grünes Auge leuchtet in die Nacht.

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Hier noch einige Fotos unseres Konzerts in Vukovar. Sie stammen von Zoran Cikovac. Das Konzert fand im „Klub der Richter“ von Vukovar statt.

Vorschau:

  1. Osijek
  2. Baranja, Batschka, Sombor
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Konzerttournee durch Kroatien und Serbien

Gut eine Woche waren Bandkollege Thomas Moritz und ich jetzt unterwegs auf Konzerttournee durch Kroatien und Serbien. Das sind Länder, die hierzulande eher wenig Beachtung finden, die aber absolut entdeckenswert sind, weil sie, wie ich finde, vergessene Schätze bergen, historisch sehr interessant sind, auch wenn man die jüngste Geschichte betrachtet.

Wir sangen Lieder von meiner CD „Laurins Garten“, aber auch einige neue Stücke und gastierten an vier verschiedenen Orten, zwei davon Kirchen, die ja ihre ganz besondere Atmosphäre haben: In der Bischofsstadt Đakovo – dort spielten wir in der Klosterkirche der Nonnen zum Heiligen Kreuz – einen Tag später in der Evangelischen Pfarrkirche von Osijek. Danach ging es nach Vukovar, wo wir im Club der Richter auftraten, und schließlich nach Sombor in Serbien.

Ursprünglich war ja ein Auftritt in Subotica geplant, der dann aber kurzfristig vom Veranstalter wegen der Kältewelle abgesagt wurde. In Windeseile organisierte der deutsche Verein „St. Gerhard“ innerhalb von 2 Tagen ein Konzert in Sombor, lud Gäste ein, verteilte Plakate in der Stadt und benachrichtigte die Medien. Die Resonanz war toll! Etwa 50 Leute kamen in den Vereinssaal, obwohl es angefangen hatte, stark zu schneien.

Insgesamt stießen wir auf eine durchwegs positive Resonanz beim Publikum – den Leuten hat es wohl gut gefallen, das Kroatische Fernsehen HRT 1 (Hrvatska Radiotelevizija) brachte einen Bericht über unseren Auftritt in Osijek in der Sendung „Prizma“, am Sa, 4.2.2012, außerdem wurden wir von einem lokalen Radiosender interviewt (der Sendetermin steht noch aus).

Organisiert hatten die Tournee Vereine der deutschsprachigen Minderheit der Donauschwaben. Gerade in dieser Gegend gibt es aber auch viele Menschen, sich für die deutsche Sprache und Kultur interessieren, weil sie als Kinder während des Krieges in den 1990er Jahren in Österreich oder Deutschland aufgewachsen sind.

Zwischen den Konzertterminen war auch noch genug Zeit, um sich die Gegend genauer anzusehen. Es waren sehr viele Eindrücke, die aber einen einzelnen Blogeintrag sprengen würden. Deswegen werde ich nun in den kommenden Tagen immer jeweils eine Etappe unserer Reise hier auf meiner Seite vorstellen!

Abschließend kann man sagen: Die Menschen in Kroatien und Serbien waren sehr freundlich, wir erlebten eine große Gastfreundschaft, und ich möchte mich hier an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen beteiligten Veranstaltern bedanken!! Insbesondere zu erwähnen sind hier Darko Apel und Renata Trischler von der „Deutschen Gemeinschaft“ in Osijek, Frau Dara Mayer aus Vukovar, sowie Anton Beck, Gabrijela Bogišić und ihr Team vom deutschen Verein „St. Gerhard“ aus Sombor.

Wie ich soeben erfahren habe, hat die Stadt Vukovar einen Bericht unseres Konzerts auf ihre Seite gestellt:

http://www.vukovar.hr/ostale-vijesti/uspjesan-koncert-u-organizaciji-udruge-nijemaca-i-austrijanaca-vukovar.html

Auch die Donauschwäbische Kulturstiftung hat unser Konzert besprochen: (siehe „Aktuelles aus Serbien“ bzw. „Serbien“)

http://kulturstiftung.donauschwaben.net/

 

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Neue Konzerte im Januar – „Kleine Balkantournee“

Kaum sind die Feiertage vorbei, und die Sache mit dem Koffer etwas verdaut, stehen schon die Vorbereitungen auf die nächsten Konzerte an!

Diesmal geht es nach Kroatien und Serbien.

Hier sind die Termine und auch schon die ersten Plakate:

28.1.2012     Konzert in Dakovo (Kroatien), 17:00

 Dakovo-Samostanska crkva, K. Tomislava   22

 

29.1.2012     Konzert in Osijek (Kroatien), 18:00

Osijek-Evangeliska crkva, Jäggerova ul.

 

31.1.2012     Konzert in Vukovar (Kroatien), 18:00

Richters klub / Sudački klub –

Geburtshaus Lavoslav Ražička / Rodna kuća Lavoslava Ružičke

 

2.2.2012        Konzert in Subotica (Serbien),

vorraussichtlich im Haus der deutschen Minderheit, Subotica

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Polnische Zeitungskritik über unser Konzert in Oppeln / Opole

Erfreulicherweise ist über unser Konzert in Oppeln auch ein Zeitungsartikel erschienen, und zwar schon am nächsten Tag, den 19.12.2011, in der größten polnischen Regionalzeitschrift, der „Nowa Trybuna Opolska“.

Durch die ganze Aufregung und Trauer um meinen Koffer bin ich leider nicht früher dazu gekommen, ihn ins Netz zu stellen. Es gibt nun aber auch eine deutsche Übersetzung des Artikels:

Gespielt und gesungen auf Tiroler Note

In Oppeln–Gruden tratten Betty Quast und Thomas Moritz auf.

Der letzter Adventssonntag war die Zeit in der von vielen Ortsgruppen der deutschen Minderheit Weihnachtsfeiern organisiert wurden. Die Mitglieder des DFK Oppeln-Gruden, über hundert Personen an der Zahl, trafen sich im Restaurant „Pod Kasztanami“.

Der richtige Hit des Abends war das Konzert von Betty Quast und Thomas Moritz – berichtet Frau Barbara Wallusch. Frau Betty ist in München geboren, lebt aber derzeit „zwischen“ Berlin und Wien. Thomas kommt aus der Hauptstadt Österreichs. Gemeinsam, begleitet von Gitarrenspiel, haben die beiden Künstler wunderschönen Balladen aus Südtirol gesungen, da eben diese Region, ihre Landschaft, Geschichte und Kultur die große Faszination der beiden Künstler ist. Und das war Kunst mit großem „K“ geschrieben.

Die Sängerin lernte Frau Barbara während eines Workshops in Berlin kennen. Es ist gelungen, die beiden Künstler nach Gruden im Rahmen des Projekts „Wiederbelebung der Begegnungsstätten“ einzuladen.

Vor dem Konzert, im Rahmen der Veranstaltung in Gruden präsentierten sich die Kinder aus Gruden, die am Projekt der „Samstagsschulen“ teilnehmen. In schönen, weißen Engelskostümen haben die Kinder Gedichte und Weihnachtlieder präsentiert.

Der DFK Chor aus Gruden hat alte und neue, deutsche und polnische Weihnachtslieder gesungen und das Publikum zum gemeinsamen Singen animiert.

Ein interessantes Erlebnis nach Jahren, erinnert sich Frau Barbara Wallusch, war die auch Premiere einer Vokalkombo mit Horst Golla, Peter Ledwig und Joachim Kulik. Diese Band hatte das letzte Mal vor 20 Jahren gemeinsam gesungen. Für den Auftritt hat die Band ein reiches Repartoire in deutscher Sprache vorbereitet. Ich hoffe, sie werden noch auf vielen Veranstaltungen der deutschen Minderheit auftreten.

(Übersetzung: Barbara Wallusch)

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